Steuerliche Aspekte der CityRing-Geschenkgutscheine

0
171

CityRing Geschenkgutscheine und das Finanzamt:
Das müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wissen

Unser Vorsitzender Reinhard Vohl unterhielt sich mit Herrn WP/StB Udo Triesch von der MNT Gruppe zu den CityRing Geschenkgutscheinen. Nachfolgend finden Sie das Interview mit interessanten Informationen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Dipl.-Kfm. Udo Triesch
Wirtschaftsprüfer/Steuerberater
Fachberater für Unternehmensnachfolge

RV: Hallo Herr Triesch, Ostern steht vor der Tür. Viele sind noch auf der Suche nach dem richtigen Geschenk. Mit unseren CityRing Geschenkgutscheinen haben wir eine gute Geschenkidee für jeden Anlass, auch für Mitarbeiter. Oder macht das Finanzamt uns hier einen Strich durch die Rechnung?

UT: Vom Grundsatz her stellen die Geschenkgutscheine Arbeitslohn dar. Wenn man jedoch die steuerlichen Regelungen beachtet, können sich Warengutscheine sowohl für die Mitarbeiter als auch für den Arbeitgeber positiv auswirken.

RV: Das müssen Sie mir erklären.

UT: Gewährt ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen CityRing Geschenkgutschein, stellt dieser einen steuerlichen Sachbezug dar, sofern er sich den Betrag nicht in Geld auszahlen lassen kann. Die Besteuerung beim Empfänger hängt einerseits vom Grund der Zuwendung sowie andererseits von der Höhe des Gutscheines ab.

RV: Das hört sich ja kompliziert an.

UT: Gewähren Arbeitgeber den CityRing Geschenkgutschein ihren Arbeitnehmern aus besonderem persönlichem Anlass, beispielsweise als Geschenk anlässlich des Geburtstages, der Geburt eines Kindes oder einer Hochzeit, gelten diese als Aufmerksamkeiten. Aufmerksamkeiten bis zu einer Höhe von 60 € brutto (Freigrenze) je besonderem persönlichen Anlass stellen keinen lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn dar. Dies gilt allerdings nicht für Weihnachtsgeschenke.

RV: Ein CityRing Geschenkgutschein zum Geburtstag oder für einen sonstigen persönlichen Anlass ist also für den Mitarbeiter bis 60 € ohne zusätzliche Abgaben?

UT: Das ist richtig und der Arbeitgeber muss auch keine Nebenleistungen für diese Geschenke abführen.

RV: Sind Gutscheine nur als Geschenke aus besonderem persönlichem Anlass zu empfehlen?

UT: Nein – darüber hinaus gibt es eine Freigrenze für Sachbezüge in Höhe von monatlich 44 €. Sachbezüge, die Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern gewähren, bleiben sozialversicherungs- und lohnsteuerfrei, sofern sie insgesamt nicht die Freigrenze in Höhe von 44 € übersteigen. Aufs Jahr hochgerechnet lassen sich so bis zu 528 € steuer- und sozialversicherungsfrei zuwenden.

RV: Kann man also seinen Mitarbeitern einen Gutschein über € 528 zukommen lassen?

UT: Das geht leider nicht. Da es sich hierbei um eine monatliche Freigrenze handelt, können nicht ausgeschöpfte Beträge nicht auf die Folgemonate übertragen werden. Außerdem handelt es sich um Freigrenzen, und nicht um Freibeträge, d.h. diese dürfen nicht, auch nicht geringfügig, überschritten werden. Andernfalls geht die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit insgesamt verloren.

RV: Für unsere Mitglieder ist auch immer die umsatzsteuerliche Behandlung der Gutscheine ein Thema.

UT: Aus umsatzsteuerlicher Perspektive stellt der CityRing Geschenkgutschein für den Arbeitgeber eine nichtsteuerbare Geldzahlung dar, weshalb ein Vorsteuerabzug durch den Arbeitgeber leider nicht möglich ist.

RV: Herr Triesch, vielen Dank, dass Sie uns die steuerlichen Themen rund um unsere Gutscheine näher gebracht haben.

UT: Auch Ihnen, Herr Vohl, vielen Dank! Die MNT Gruppe steht gerne für Fragen in diesem Zusammenhang zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr CityRing Limburg e.V.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here