City Guide

Der CityRing CityGuide – die Orientierungshilfe für Limburg’s Kunden, Freunde und Besucher

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Begleiten Sie uns auf einem kleinen Rundgang (ca. 1Std.) durch die “mittelalterliche” Stadt, die im Jahre 2010 ihren 1100. Geburtstag feiert

Wir beginnen an der Plötze. Hier steht ein “ehemaliger Raubritter”, Friedrich von Hattstein. Ihn konnten die Limburger im Jahre 1353 “bekehren” und als Stadthauptmann verpflichten. Gefürchtet war seine Kraft, denn er konnte ein Weinfass (160l) stemmen. Ganz in seiner Nähe steht das Weinhaus Schultes. Die Stützen des Hauserkers zieren zwei geschnitzte Balken, die die alttestamentarische Geschichte von Jonas und dem Walfisch darstellen.

Auf dem Fischmarkt befindet sich das so genannte “Steinerne Haus” mit einem gotischen Treppengiebel, der um 1350 erbaut wurde. In der der Altstadt gibt es nur 5 Häuser, die in Stein gebaut sind. Fast zur gleichen Zeit wurde das “Historische Rathaus” gebaut. Über 500 Jahre lang tagte in diesem Haus “der Rat der Stadt Limburg“. Heute sind hier Standesamt und die städtischen Kunstsammlungen untergebracht.

Wir gehen durch die Fahrgasse, der alten Handelsstraße Frankfurt – Köln und kommen zu einem “Burgmannen Hof” aus dem 14. Jahrh. Den Grafen von Walderdorff diente dieses stattliche Gebäude, im Stile der italienischen Renaissance erbaut, als Winterpalais. Vor dem Walderdorffer-Hof stehen “Die Tanzenden”, Sie erinnern an das Ende der Pestzeit”

Wir folgen der alten Handelsstraße und kommen in die Brückengasse zum “Haus der sieben Laster”". Die in Holz geschnitzten Fratzen, sollen die Pilger, die zum Beichten in den Dom gehen, noch einmal an die sieben Todsünden erinnern. Nur ein paar Schritte weiter steht – seit 1346 – die steinerne Brücke über der Lahn. Bis zum Jahre 1905 musste jeder, egal ob Fußgänger oder Fuhrwerk, einen Brückenzoll zahlen.

Eine kleine Gasse “Römer” führt zum ältesten Haus in der Altstadt. Das Haus Römer 2-4-6 wurde unmittelbar nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahre 1289 gebaut. Bis vor wenigen Jahren war dies das “älteste Fachwerkhaus” Deutschlands. Von hier gehen wir durch die Rütsche, vorbei am Werner-Senger-Haus. Im Keller dieses Hauses wurde der Schinderhannes, bis zu seinem Prozessbeginn in Mainz, eingesperrt.

Nun kommen wir wieder zum Fischmarkt. Doch bevor wir die kleine Gasse bergauf zum Dom gehen, werfen wir noch einen Blick auf das Haus Nr. 12, das “Nassauer Haus”, ein steinernes Hallenhaus, Mitte des 14. Jahr. erbaut. Bemerkenswert ist die Tür des Hauses, sie erzählt die 1100-jährige Geschichte Limburgs.

Durch die Domstraße führt nun der Weg bergauf zum Limburger Dom, der einzigen Kathedrale in Deutschland mit 7 Türmen. Im Jahre 910 wurde hier ein Chorherrenstift gegründet und eine Kirche gebaut, die im Laufe der Jahre vergrößert und 1235 fertig gestellt wurde. Sehenswert sind die Original-Fresken an den Innenwänden, sie stammen aus dieser Zeit.

Nur noch ein paar Schritte weiter und Sie stehen im Limburger Schloss. Bereits vor über 1100 Jahren stand hier eine Burganlage der Gaugrafen des Niederlahngaues. Die heutige Burg-/Schlossanlage wurde Mitte des 13. Jahrh. gebaut.

Über die große Domtreppe führt uns der Weg hinunter zum Bischofsplatz. Hier gründeten die Franziskaner um 1230 eine ihrer ersten Niederlassungen in Deutschland und bauten die Kirche und ein Kloster. Beachtenswert sind die barocke Innenausstattung und die prächtige Orgel aus dem 17. Jahrh.

Wir gehen durch die Barfüßerstraße. Bevor wir den Kornmarkt erreichen, kommen wir am Haus 1-3, Limburgs “jüngstem Fachwerkhaus”, vorbei. Erst 1913 erbaut, hat man das Haus mit aufwendigen Schnitzereien verziert.

Der Kornmarkt, der größte Platz in der Altstadt, war schon im Mittelalter der wichtigste Handelsplatz. Hier wurde Getreide verkauft, Markt gehalten. Außerdem stand hier die städtische Waage.